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Die Geschichte der Prinzengarde

 


Sr. Tollität berittener Leibgarde Herkunft und Tradition


Karneval und preußischer Staat standen sich im 19. Jahrhundert bekanntermaßen gegenüber wie Feuer und Wasser. Wie kommt es dann dazu, dass sich ein rheinisches Traditionskorps wie die Prinzengarde der Stadt Düsseldorf auf preußische Wurzeln beziehen kann?

Vom Ende der napoleonischen Befreiungskriegen und der anschließenden preußischen Verwaltung des Rheinlandes waren bis zur Zeit der Gründung der Prinzengarde mehr als 100 Jahre vergangen. Bei den Menschen des Rheinlandes hatte sich ein deutlicher Wandel in der Einstellung gegenüber Preußen vollzogen. Von dort wurde kein Druck mehr ausgeübt, unser Rheinland lebte unbeschwert und fröhlich und es konnte nun seinen Teil zur Bewahrung von Tradition beitragen.

Die Prinzengarde der Stadt Düsseldorf, Leibgarde des Prinzen Karneval, trägt eine Uniform, die angelehnt ist an die des 13. Kürassier-Regimentes Garde du Corps von Preußen. Seine Majestät, König Friedrich II von Preußen hatte dies Regiment am Tag nach der Beisetzung des Soldatenkönigs im Jahre 1740 in Erinnerung an die „Leibgarde zu Ross" von 1641 neu begründet. Die eigentliche Uniform des Garde du Corps bestand aus einem weißen Waffenrock mit roten Ärmelstulpen und silbernem Kürass. In ihrer Schlichtheit unterschied sie sich kaum von denen der anderen zwölf Kürassier-Regimenter von Friedrich dem Großen. Einzig die roten Superwesten mit Goldborten und Gardestern für den Hofdienst hoben sie hervor. Diese Parade-Uniform ist Grundlage für das Erscheinungsbild der Prinzengarde, welches im Jahr 1996 durch die Anschaffung der Kürassier-Stiefel endgültig auf sein historisch korrektes Vorbild ausgerichtet wurde.
Das preußische Original existierte bis zum Jahre 1918 als Regiment Garde du Corps und ist zum Ende des 19. Jahrhunderts sicher auch das ein oder andere Mal zu den Klängen von Preußen´s Gloria bei großen Paraden aufmarschiert. Seit vier Jahren ist dieser Marsch die Erkennungsmelodie der Prinzengarde beim Einzug in die närrischen Hochburgen. So schließt sich der auch ein musikalischer Kreis, der die Prinzengarde in der Tradition des 13. Kürasier-Regimentes Garde du Corps folgen lässt. Aber nicht nur dieser, denn Garde du Corps heißt nicht anderes als „Leib-Wache". Das Garde du Corps war immer direkt SR. Majestät, dem König von Preußen, unterstellt. In diesem historischen Sinn untersteht auch die Prinzengarde, Leibgarde des Prinzen Karneval, direkt Seiner Tollität, zu dessen persönlichem Schutz und Begleitung. Diese Aufgaben haben seit der Gründung der Prinzengarde im Jahre 1928 erste Priorität.

Natürlich wollen die Prinzgardisten nicht die Preußen des Rheinlands werden oder gar schon sein, dafür feiern sie viel zu gern und auch zu ausgiebig. So ist denn neben Schutz und Begleitung des Prinzen sowohl die Pflege des Karnevals als auch die Unterhaltung der Düsseldorfer Bevölkerung mit hochwertigen und amüsanten Veranstaltungen Seiner Tollität berittenen Leibgarde gleichwertiges Ziel.

 

Die Gründungsgeschichte


Etwas Geschichtliches über den Werdegang der Prinzengarde der Stadt Düsseldorf , Leibgarde des Prinzen Karneval, zu schreiben, verpflichtet, die Zeit, in der die Gründung erfolgte, genauer zu beschreiben. Der Sinn für karnevalistische Veranstaltungen war durch Weltkrieg und Nachkriegswirren lange tot. Besatzung und Unruhen ließen keine Zeit zu frohem Treiben. Wenn auch hier und da der Versuch gemacht wurde, nach Väterart ein bodenständiges Fest, ein Fest, so recht verwurzelt mit den lebensfrohen Rheinlanden, wieder zu neuem Leben zu erwecken, so schnürte damals der Feind alle Pulse ab, um diesen Mummenschanz, der mit dazu beitrug, an die alte gute Heimat in Treue zu halten, zu verhindern.

Aber mit den Herzen der Rheinländer war der Karneval viel zu eng verwachsen, war er ein viel zu hehres Gemeingut seiner Sonnenkinder geworden, als dass sie ihn auf Dauer hätten missen können. Karneval!! Welche Freude, welcher Jubel, welche Seligkeit ist dein Name! Brachte er doch alljährlich wieder Frohsinn in die Herzen und vergoldete des Alltags Grau! Deshalb gab es hier nur den einen Gedanken:

die alsbaldige Wiedererstehung dieses schönsten rheinischen Volksfestes!
Darum nahm es auch nicht weiter wunder, dass bald nach Abzug der Besatzung um die Jahreswende 1927/28 ideal gesinnte Düsseldorfer Männer sich zusammenfanden, um den rheinischen Karneval wieder aufleben zu lassen.

Der erste, der es wagte, wieder Sitzungen zu halten, war Eduard Czwoydzinski mit seiner „Großen Karnevalsgesellschaft". Damals war die Schar der Sitzungsbesucher noch klein. Aber es waren Sitzungen.

Im Jahre 1928 fanden Männer den Mut, einen Rosenmontagszug ziehen zu lassen. Diesen ersten Nachkriegszug verdanken wir Wilhelm Busch als 1. Vorsitzenden des Rosenmontagskomitees, Eduard Czwoydzinski, dem Präsidenten der „Großen", und dem Finanzchef Kommerzialrat Pacem.

Maßgebend waren damals der „Allgemeine Verein der Karnevalsfreunde", die „Große Karnevalsgesellschaft", die „Bürgerwehr", die „Spiesratzen" und die „Närrische Kavallerie Blau-Weiß".

Die Zeit war eigentlich nicht die beste. Der große Fundus, den Düsseldorf für dieses frohe Fest in der Vorkriegszeit hatte, war verschwunden. Nun hieß es aufbauen! Aufbauen kostet Geld!

Der Mut der damaligen Karnevalisten ist bewundernswert. In einer Zeit, in der das Materielle voransteht für altes Brauchtum einzutreten und es wieder würdig zu gestalten, verdient sein Lob. Hier müssen wir aber auch der Männer gedenken, die sich darum mühten, Sr. Tollität bei seinem Zug durch unser geliebtes Düsseldorf eine würdige Eskorte zu stellen.

Am 23. Januar des Jahres 1928 versammelten sich auf Einladung von Aloys Mainz im reservierten Vereinszimmer der Rheinterrasse 24 Herren, die soviel Idealismus aufbrachten, um dem Prinzen froher Wochen bei seinem Triumphzug durch unsere geliebte Vaterstadt Düsseldorf das Geleit zu geben. Dieses ist die Tatsache, der die Prinzengarde ihre Entstehung verdankt.

Das Resultat dieses feuchtfrohen Abends war der Beschluß, zwei uniformierte Gruppen unter dem Namen „Ehrengarde der Stadt Düsseldorf , Leibgarde der Venetia" marschieren zu lassen. Die Uniformen, die über 400 Mark das Stück kostete, sollte jeder selbst stellen.

Herr Aloys Mainz wurde am gleichen Abend zum Hauptmann bestätigt und unter seiner Führung dem im Restaurant „Schlüssel" tagenden Rosenmontagszugkomitee die Gründung und das Vorhandensein einer wahrhaft prinzlichen Truppe mitgeteilt.

Der Düsseldorfer Karneval, damals noch arm an uniformierten Truppen, war um eine schmucke Garde, deren Feste stets glanzvoll und hochfestlich unterstrichen, bereichert. Alle Karnevalisten horchten auf, waren doch in dieser Garde Namen vertreten, die Gewähr für frohe, glanzvolle rheinische Feste boten. Der erste Nachkriegsprinz, Sr. Tollität Heinz I. (Heinz Ederer), ging aus dieser Garde hervor.

Am 24. Januar 1928, also einen Tag nach der Gründung, setzten sich die Mannen der Garde erneut zusammen und beschlossen, den Rosenmontagszug 1928 nicht mitzumachen, weil die Kürze der Zeit es nicht zuließ, würdige Uniformen zu beschaffen.

Man entschied sich daher, erst den nächsten Rosenmontagszug mitzumachen, um das erste Auftreten in der Öffentlichkeit auch repräsentativ und eindrucksvoll zu gestalten.

Am 2. März 1928 wurde Prinz Heinz I. erstes Ehrenmitglied der Garde. Er überbrachte als Ehrenvorsitzender des Rosenmontagszugkomitees die Botschaft: „Es ist der intensivste Wunsch der Festleitung, die Prinzengarde für alle Zeiten aus unserer Gesellschaft gestellt zu wissen."
Es wurde daher beschlossen, den Namen der Gesellschaft umzuändern in „Prinzengarde der Stadt Düsseldorf". Diesem Namen wurde am 13. April 1928 der Zusatz gegeben: „Leibgarde des Prinzen Karneval e. V."

Am 24 April 1928 war der Verein bereits eingetragen worden. Die Satzungsänderung des Namens fand am 4. Mai 1928 unter Nummer 641 Aufnahme im Vereinsregister des Amtsgerichts Düsseldorf. Damit war die erste Prinzengarde der Stadt Düsseldorf geboren!

Mit diesem Tage nimmt die Prinzengarde einen Aufschwung, der selbst den Neidern und Gegnern offene Bewunderung abzwang. Nun ging es weiter ausholend zielbewußt und energisch vorwärts. Es wurde beschlossen, die Prinzen in Zukunft zu Ehrenmitgliedern der Garde zu ernennen. Prinz Heinz I. folgte Toni I. (Toni Bors), Willi I. (Willi Peters), die alle aus den Mitgliederreihen der Prinzengarde hervorgingen. Die Stammburgen des Karnevals waren die Rheinterrasse und der Kristallpalast. kurz K.P. genannt, auf der Friedrichstraße.

Nur wer alle Widerstände und Kämpfe jener folgender Jahre kennt, weiß, was die großartige Entwicklung an Energie und Idealismus bedeutet, in der die Namen, Aloys Mainz, Heinz Ederer, Toni Bors, Peter Mehl, Leo Statz und Mathias Peters von entscheidendem Einfluss waren. Und nun dauerte es nicht mehr lange und der Name Prinzengarde der Stadt Düsseldorf, Leibgarde den Prinzen Karneval, wurde ein Begriff, der er heute noch ist; ein Begriff von Glanz und Stil, Witz und bodenständigem Humors, Veranstaltungen und Feste, die dem Düsseldorfer Karneval festliches Gepräge gaben.

Im Mai und Juni 1928 wurden die rot-weißen Uniformen, deren Entwurf von Altmeister Professor Hans Kohlschein stammt, beschafft. Sie kosteten per Stück 450.-- RM.

Am 9. September 1928 trat Kommerzienrat Fritz Henkel, der Begründer der Persilwerke, der Prinzengarde als Ehrenmitglied bei und stiftete die erste Prinzenstandarte.

Am 11. September übernahm der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dr. Dr. Robert Lehr, die Schirmherrschaft über die Gesellschaft und erlaubte der Prinzengarde offiziell als einziger Gesellschaft Düsseldorfs das Stadtwappen auf der Brust zu tragen.
Am 2. November 1928 wurde die der Gesellschaft gestiftete Prinzenstandarte in der Rheinterrasse durch den Präsidenten des Rosenmontagszugkomitees, Herrn Eduard Czwoydzinski, feierlich eingeweiht.

Auch in der Künstlerschaft erregte das Auftreten der Prinzengarde berechtigtes Interesse. Maler wie Professor Deusser, Hans Herkendell, Albert Pütz, Harry Schmitz wurden Mitglieder. Von der Bühne Fritz Hellmuth, Hans Kronenberg, Paul Schüßler. Von den Architekten Ernst Huhne, Mathias Peters, Walter vom Endt. Ebenso die Heimatdichter Heinrich Daniel und Willi Scheffer. Auch der Schützenverein ist durch seinen Chef Albert Kanehl in der Garde vertreten, der zum Ehrenkommandanten ernannt wurde. Daß das Verhältnis zur Presse ein ganz ausgezeichnetes ist, beweist der Umstand, dass die Lokalstiftleiter unserer hiesigen Tagesblätter Mitglied unserer Garde geworden sind.

Die in den Jahren nach der Gründung folgenden Feste waren alle Ereignisse; Feste voll übersprudelnder Freude, die von Jahr zu Jahr gesteigert wurde. Die Zeitungen waren des Lobes voll, wenn die Prinzengarde mit ihrem Marsch:


„Wir sind stolze Prinzgardisten,
voll Humor und tausend Listen,
unser Schlachtruf ist Helau!"


einzogen. Der Beschluss, zwei uniformierte Truppen aufzustellen, wurde allerdings im Jahre 1934 verwirklicht, als das Artillerie-Korps der Prinzengarde aufgestellt wurde. Die „Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik AG" fertigte die „rot-weiße Berta" an, die nun alle Jahre im Rosenmontagszug schwere Salven Bonbons abschießt. So wurde der Gründer Worte Tat. Stolz steht die Garde jedes Jahr um die Fahne seiner Tollität geschart.

Mit den Worten der im goldenen Buch der Prinzengarde eingetragenen Gründungsgeschichte soll diese kleine Vereinsgeschichte enden:

„Möge nun dieser junge Verein, unter den günstigsten Anzeichen flügge geworden, in das große Narrenreich hinausziehen und erfolgreich seine Pritsche gegen Griesgram, Mucker- und Philistertum zu schwingen wissen!"

Mögen seine Freunde stets von jenen Bestrebungen erfüllt sein, die sie einst zur Gründung der Prinzengarde geführt haben, mögen sie auch fürderhin Träger dieser hohen Ideale bleiben!

Mögen sie immer eine treue Gefolgschaft ihr eigen nennen, denen das Blühen, Wachsen und Gedeihen der Prinzengarde über alles geht! Hier tue jeder seine Pflicht!

So möge sich, treu zum deutschen Vaterlande - treu zur rheinischen Heimat, das Schaffen all dieser Männer und Frauen zu einem monumentalen Machtgebilde deutscher Kraft und Größe auswirken! Möge es sich stets zu einem lebensbejahenden und unversiegbaren Quell rheinischer Fröhlichkeit gestalten, - zu einem segenspendenden und unerschöpflichen Born, aus dem alle, die echten Frohsinn und rheinische Heiterkeit lieben, für alle Zeiten ihre innere Befriedigung finden können und werden!"

 

Düsseldorf, den 22. Januar 1938
Mathias Peters
Vorsitzender und Kommandant


65 Jahre sind vergangen, seit Mathias Peters diese Zeilen geschrieben hat. Zum besseren Verständnis und zur Erläuterung einzelner Textpassagen dienen die nachfolgenden Anmerkungen 1-4 des Autors.

1. Die Übermittlung dieses Wunsches der Festleitung, sozusagen „von höchster Stelle", war für unsere Gründerväter Anlass, den bis heute unverändert gültigen Vereinsnamen „ Prinzengarde der Stadt Düsseldorf, Leibgarde des Prinzen Karneval e.V." für die Gesellschaft festzulegen.

2. Alle, die glauben sich in der Karnevalshistorie der Stadt auszukennen, sind sicher irritiert über die Aussage, die „erste und älteste Prinzengarde" ist gegründet. Führt nicht die Prinzengarde Blau-Weiß die Jahreszahl 1927 als Gründungsjahr an und ist somit zweifelsfrei älter?

Auf der ersten Schein ist es so, aber manchmal trügt der Schein und hält genaueren Recherchen nicht stand. Am 29. November 1926 war die Gründungsversammlung der „Düsseldorfer Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß" und knapp ein Jahr später, am 22. 10. 1927 wurde sie unter der Registernummer 617/6 als „Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß" ins Vereinsregister eingetragen.

Die neuerliche Eintragung der Umbenennung in Prinzengarde Blau-Weiß erfolgte erst am 17. September 1928, also gut 4 Monate nach der amtlichen Geburtstunde von Seiner Tollität berittenen Leibgarde. Hier zeigt sich wieder einmal mehr, dass man nicht allein der mündlichen Überlieferung Glauben schenken darf, sondern dass eigene Untersuchungen, die durch amtliche Zeugnisse untermauert sind, von Zeit zu Zeit von Nöten sind, um Licht in das Dunkel der Geschichte zu bringen.

Da der Düsseldorfer Karneval nur einen Prinzen hat, kann es auch nur eine Prinzengarde Düsseldorfs geben. Bei der blau-weißen Garde handelt es sich demzufolge logischerweise nicht um eine Prinzengarde, sondern um die einzige Venetiengarde Düsseldorfs. Aber Logik kapituliert, besonders bei uns Rheinland, schon einmal vor der Tradition und im Rahmen gut freundschaftlicher Beziehungen sowie speziell unter Beachtung des Sessionsmottos „Läwe on läwe losse" wollen wir den Blau-Weißen den Namen „Prinzengarde" nicht streitig machen, aber zum 75. Geburtstag Seiner Tollität berittenen Leibgarde soll schon vor der Geschichte klar gestellt werden, das unsere Prinzengarde die erste und die ältere ist.

3. In den Jahren 1931-33, als dunkle Wolken am politischen Horizont Deutschlands aufzogen, gab es bekanntermaßen in Düsseldorf keine Rosenmontagszüge und auch das karnevalistische Vereinsleben kam weitgehend zum Erliegen. Natürlich bedrohten und lähmten sie auch die junge Prinzengarde. Die Zahl der Gardisten schmolz von nahezu 50 auf ganze sieben Mann, deren Zusammenhalt in jener Zeit der Schwierigkeiten aber besonders eng wurde. Sie gründeten den Agger-Verein. Der Name stammte aus dem Örtchen Clef im Aggertal, in den sie an den Wochenenden gemeinsam mit ihren Familien zum Zelten fuhren. Hier entstand eine verschworene Gesellschaft Gleichgesinnter, deren enge Verbundenheit auch dann noch Bestand hatte, als Mitte der 30er Jahre die Prinzengarde wieder glanzvolle Feste feierte.
An solche Feste war in jenen Tagen aber nicht zu denken, und das karnevalistische Treiben nahm seltsame Formen an. Die kleine Gruppe der Prinzgardisten traf sich an den Karnevalstagen im Cafe Tabaris, ein jeder mit einem Reisekoffer in der Hand, in dem sich die Uniform verbarg. Es war in jener Zeit nämlich schlicht unmöglich, in Uniform auf die Straße zu gehen, ohne von Schlägertrupps der SA oder der Kommunisten angepöbelt oder gar an Leib und Leben bedroht zu werden. Also zog man sich im Cafe Tabaris um, wählte aus dem Kreis der Gleichgesinnten einen „inoffiziellen Karnevalsprinzen" und ließ ihn hochleben. Natürlich feierte man auch sich selbst ein wenig und blieb mit den anderen Gästen bis zum frühen Morgen. Dann hieß es wieder umziehen, Uniform in den Koffer und ab nach Hause.

4. Als Dank für diese in Düsseldorf einzigartige Auszeichnung ist es in der Prinzengarde Tradition das jeweilige Stadtoberhaupt zum Ehrensenator zu ernennen.

 

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